Schliessen
Der Weg zum Nichtraucher
Der Weg zum Nichtraucher
Hilfe bei der Raucherentwöhnung

Vor gut 500 Jahren entdeckte Kolumbus - ebenso zufällig wie Amerika - dort den Tabak und brachte ihn zu uns in die ,,Alte Welt". Bei den Mayapriestern war Tabak ein Rauschmittel, um besser mit den Geistern ,,sprechen" zu können.
Hier bei uns führte der Tabak dazu, die Geister zu scheiden - in Raucher und Nichtraucher.
In den 30er und 60er Jahren wurden erste Forschungsergebnisse zu den gesundheitlichen Risiken des Rauchens veröffentlicht. Die Filterzigarette sollte den Genuß gesünder machen und die Zahl der Raucher nahm ständig zu. Aber auch das Wissen um die Gesundheitsrisiken wuchs stetig. Heute ist eindeutig belegt: Nikotin macht süchtig und ca. 4000 Tabakschadstoffe, von denen mindestens 50 krebserregend sind, machen das Rauchen zum größten ,,selbstgemachten" Gesundheitsrisiko überhaupt.

Rauchen in Deutschland
In unserem Land rauchen 17,7 Millionen Menschen, genauer: Jeder dritte über 10 Jahre. Es rauchen zwar immer noch mehr Männer als Frauen, aber während die Zahl der männlichen Raucher sinkt, nimmt die Zahl der Raucherinnen zu. Trotz aller Warnhinweise hat die Gesamtzahl der Raucher seit 1991 nicht abgenommen. In der Altersgruppe von 20 bis 45 Jahre gibt es die meisten Raucher.
Fachleute, die sich mit dem Rauchen auseinandersetzen, sehen es als schwierig an, junge Menschen vom Rauchen abzuhalten. Sie konzentrieren ihre Bemühungen darauf, entwöhnungswillige Raucher zu unterstützen, denn ,,eigentlich" will jeder zweite Raucher aufhören.
Wer lange und regelmäßig geraucht hat, kommt nicht so schnell davon los. Das liegt in erster Linie am Nikotin, das anregend auf das Gehirn wirkt. Auf der einen Seite werden Konzentration und Leistungsfähigkeit erhöht, andererseits kann es unangenehme Gefühle wie Unruhe, Niedergeschlagenheit aber auch Streß unterdrücken. In typischen Situationen wird der Griff zur Zigarette schnell zur Gewohnheit: beim Telefonieren, zum Kaffee nach dem Essen, als ,,Pausenfüller", als Denkhilfe beim Arbeiten oder als Beruhigungsmittel in angespannten Momenten. Die meisten Raucher rauchen im Laufe ihrer "Karriere" immer ein bißchen mehr. Die anregenden bzw. beruhigenden Eigenschaften des Nikotins lassen die eigentliche Gefahr, die vom Rauchen ausgeht, vergessen. Mit dem Zigarettenrauch werden ständig bis zu 4.000 Substanzen inhaliert, die im Körper Schaden anrichten: zum Beispiel Formaldehyd, Kadmium, Kohlenmonoxid, krebserregende Nitrosamine usw.

Gute Gründe fürs Aufhören
Wer aufhören will, kann sich bei seinem Entschluß helfen lassen, wenn er die Gründe, die für das Aufhören sprechen, einmal aufschreibt:
Weniger Gesundheitsrisiken,
keine Abhängigkeit mehr,
besseres Geschmacks- u. Geruchsempfinden,
schönere Haut,
höhere körperliche Leistungsfähigkeit und
fast DM 2.000,- Geldersparnis im Jahr.

Der Organismus atmet auf
Nach 20 Minuten sinkt der Blutdruck auf den persönlichen ,,Normalwert".
Nach 8 Stunden ist das Kohlenmonoxid im Blut durch Sauerstoff ersetzt.
Nach 48 Stunden verbessern sich Geschmacks- und Geruchssinn.
Nach 2 Monaten leistet die Lunge 30 Prozent mehr.
Nach 15 Jahren entspricht das Infarkt-Risiko dem eines Nichtrauchers.

Der Weg zum Nichtraucher
Die Raucherentwöhnung ist ein bißchen wie Bergsteigen. Man muß den Gipfel erklimmen wollen und die richtige Ausrüstung haben. Bei der Raucherentwöhnung heißt das Ziel: Nichtraucher werden und bleiben. Erste und wichtigste Bedingung ist der feste Entschluß, der Zigarette ade sagen zu wollen. Der Weg zur Abstinenz wird um so lohnender, je häufiger man sich die Vorteile des Nichtrauchens bewußt macht. Schließlich muß man sich darauf vorbereiten, daß körperliche und psychische Entzugserscheinungen den gefaßten Entschluß ins Wanken bringen können. Gefahren, die man kennt, kann man in den Griff bekommen. Wie der Bergsteiger auf seine erfahrenen Bergführer vertraut und sich auf seinem Weg begleiten läßt, so kann sich auch der entwöhnungswillige Raucher auf seinem Weg begleiten lassen.

Hilfe bei der Raucherentwöhnung
Ideale Begleiter für werdende Nichtraucher sind Nikotinersatzmittel, mit denen der Körper in abnehmender Menge über einige Wochen noch Nikotin erhält, beispielsweise über Nikotin-Kaugummis oder Nikotinpflaster. Man gewöhnt sich so Schritt für Schritt daran, mit immer weniger Nikotin auszukommen und entgeht der Versuchung, zu rauchen. Die Vorteile: Die gesundheitsgefährdenden Schadstoffe im Tabakrauch fallen sofort weg. Nikotin-Kaugummis und Nikotinpflaster unterdrücken die unangenehmen Entzugssymptome wie Reizbarkeit, Nervosität und schlechte Laune.

Kaugummi oder Pflaster - auf den Typ kommt es an.
Kein Raucher gleicht dem anderen, deshalb hängt die Auswahl des richtigen Nikotinersatz-Mittels von den Rauchgewohnheiten ab. Unregelmäßige Raucher, die in bestimmten Situationen oder zu bestimmten Tageszeiten rauchen, sind auf eine wechselnde Nikotinaufnahme eingestellt, die das Nikotinkaugummi bieten kann. Wer sich über den Tag verteilt in regelmäßigen Abständen eine Zigarette ansteckt, ist an einen relativ gleichbleibenden Nikotinspiegel gewöhnt und sollte eher das 16-Stunden-Nikotin-Pflaster wählen.

...bleiben Sie gesund
Ihre Birkendorf-Apotheke